Frauen in Führungspositionen!

 9. Juli 2020

Mit Beginn der deutschen Ratspräsidentschaft ist auch ein Thema wieder besonders in meinen Fokus gerückt: Frauen in Führungspositionen. Die Richtlinie dazu haben wir vor sieben Jahren im EU-Parlament beschlossen und seitdem hängt sie im Rat bei den Mitgliedsstaaten fest. Auch weil Deutschland – trotz nationaler weitreichender Regelung – blockiert. Als Chefverhandlerin dieser Richtlinie arbeite ich daher unermüdlich weiter daran, dass wir die Blockade endlich durchbrechen. Denn eines hat die Coronakrise besonders deutlich gemacht: Frauen tragen unsere Gesellschaft!

Weltweit sind nur 7% der Regierungsoberhäupter weiblich und dennoch werden fast nur Frauen als Vorbilder für die gute Handhabung der Krise erwähnt – von Neuseeland, über Taiwan und Island hin zu Deutschland. Und auch in Unternehmen zeigt sich: je mehr Frauen in Führungspositionen, desto besser für das Unternehmen und die Beschäftigten. Die Qualifikation ist meist weit höher und Unternehmen florieren.

Das ist auch wichtig in allen europäischen Institutionen und auch in der Europäischen Bankenaufsicht (EBA), die dem EU-Parlament bereits zum 2. Mail keine ausgewogene Liste für die neue Direktion präsentiert hat. Im Wirtschaftsausschuss hatten wir daher gegen den Kandidaten gestimmt, leider hat sich eine knappe Mehrheit dann im Plenum des EU-Parlaments doch für die Nominierung entschieden. Dennoch haben wir eine Diskussion gestartet und ich werde dranbleiben, um die Strukturen nachhaltig zu verändern, damit Frauen eine echte Chance haben und die qualifizierteste Person gewählt wird.