Mit Christine Lagarde an der Spitze der Europäischen Zentralbank und der Wahl von Irene Tinagli zur neuen Vorsitzenden des Wirtschafts- und Währungsausschusses des Europäischen Parlaments haben erstmals zwei Frauen gleichzeitig diese beiden wirtschafts- und währungspolitischen Schlüsselpositionen inne.
Diesen Neuanfang müssen wir nutzen, um grundlegende makro-ökonomische Reformen in der EU vorzunehmen. Europa braucht eine Investitionsoffensive beim Wohnbau, im öffentlichen Verkehr und für junge Menschen. Gleichzeitig muss die gefährliche Konzentration von Geldvermögen abgebaut werden. Um die sozialen und ökologischen Herausforderungen der kommenden Jahre zu bewältigen, muss die EZB einen entscheidenden Beitrag leisten.
Auch in der Kommission zeichnen sich erste Fortschritte in Sachen Frauenpolitik ab. Bereits im Juli habe ich im Namen des Ausschusses für Rechte der Frau und Gleichstellung der Geschlechter die neue Kommissionspräsidentin von der Leyen dazu aufgefordert, ihr Versprechen für ein Kollegium mit ausgeglichenem Geschlechterverhältnis einzulösen. Diese Aufforderung hat sich nun ausgezahlt. Im neuen Kollegium der EU-Kommission sitzen mit 13 Frauen, so viele wie noch nie zuvor. Nur wenn wir innerhalb der europäischen Institutionen mit gutem Beispiel vorangehen, können wir für Gleichberechtigung innerhalb der gesamten Europäischen Union sorgen.
Zusammen mit meinen KollegInnen im Ausschuss für Rechte der Frau und Gleichstellung der Geschlechter werde ich mich auch weiterhin für mehr Frauen in Führungspositionen innerhalb und außerhalb der EU-Institutionen einsetzen.
