Die Pensionslücke zwischen Männern und Frauen muss geschlossen werden

 16. Juni 2017

Das Gesicht der Altersarmut ist weiblich: Im Durchschnitt bekommen Frauen um 40 Prozent weniger Pension als Männer – Tendenz steigend. Im EU-Parlament haben wir deswegen diese Woche unsere Forderungen an die Kommission für ein faires Pensionssystem beschlossen.

 

Die Probleme für Frauen liegen auf der Hand, denn immer noch verdienen Frauen im Durchschnitt deutlich weniger als männliche Kollegen. Dadurch sinken auch ihre Pensionsansprüche. Für angemessene, sichere und nachhaltige Pensionen brauchen wir bessere Arbeits- und Lebensbedingungen. In Österreich arbeiten besonders viele Frauen Teilzeit und gerade im ländlichen Raum fehlt es an Betreuungsplätzen für Kinder. Das Angebot muss dringend ausgebaut werden, damit Frauen überhaupt die Möglichkeit haben, aufstocken zu können. Das heißt, wir müssen auch über die Aufteilung von unbezahlter Arbeit wie Kindererziehung und Pflege von Angehörigen reden.

 

Mir ist insbesondere eines wichtig: Nur ein starkes öffentliches Pensionssystem kann Altersarmut von Frauen verhindern. Die private Altersvorsorge führt hingegen dazu, dass die Lücke zwischen Männern und Frauen weiter zunimmt. Denn Alleinerzieherinnen oder Teilzeitarbeiterinnen bleibt am Ende des Monats kein Geld für die Pensionskassa übrig. Ich fordere die Kommission dazu auf, mit uns gemeinsam eine europäische Strategie zur Gleichstellung der Geschlechter bis 2020 vorzulegen.

 

 Der Kampf für Steuergerechtigkeit geht in die nächste Runde