Frauen und ihre Rollen in ländlichen Gebieten

 5. April 2017

Ich habe für den Initiativbericht zu Frauen und ihre Rolle in ländlichen Gebieten gestimmt. Insbesondere in ländlichen Gebieten haben Frauen nur begrenzt Zugang zu Beschäftigung. Außerdem sind Frauen überdurchschnittlich oft in prekären Arbeitsverhältnissen, und sind – im Gegensatz zu Männern – sehr viel seltener Eigentümerinnen oder Miteigentümerinnen in der Landwirtschaft. Wir rufen die Mitgliedsstaaten daher auf, verschiedene Rechtsformen für Frauen, die saisonal oder ganzjährig in landwirtschaftlichen Betrieben mitarbeiten, zu schaffen, sodass sie gegen Risiken des Privat- und Erwerbsleben abgesichert sind und eine angemessene Altersversorgung erhalten. Hochwertige und leistbare öffentliche Institutionen zur Gesundheitsversorgung, Bildung oder Kinderbetreuungsplätze sowie infrastrukturelle Maßnahmen wie die Versorgung mit Breitbandinternet müssen im ländlichen Bereich ausgebaut werden. Nur so kann die Lebensqualität wie auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessert und die Abwanderung in Städte verringert werden. Damit diese Maßnahmen auch umgesetzt werden können, braucht es entsprechende finanzielle Mittel. Es ist notwendig geschlechterspezifische Aspekte bei der Budgetierung der Gemeinsamen Agrarpolitik zu berücksichtigen. Daher habe ich für §30 gestimmt. Leider reichen den konservativen Kräften leere Floskeln für Frauenförderung aus, denn sie haben die Implementierung von Gender Budgeting bei den Agrarmitteln verhindert.

 Regner: Wir dürfen Kühe nicht mehr fördern als arbeitslose Jugendliche!