1 Jahr Panama Papers

 7. April 2017

Ein Jahr ist es nun her, seitdem durch die Veröffentlichung der Panama Papers die unzähligen Steuertricks der Unternehmen und Einzelpersonen aufgedeckt worden sind. Seit Sommer tagt der Panama-Untersuchungsuntersuchungsausschuss im Parlament. Die Hearings mit JournalistInnen, VertreterInnen der EU Institutionen und MitarbeiterInnen von Finanzinstituten haben bisher vor allem eines klar gemacht: Wir brauchen innerhalb der EU einheitliche Regeln, an die sich die Mitgliedsstaaten selbst auch halten müssen. Es darf nicht sein, dass sich die einzelnen Staaten im Steuerdumping unterbieten und mit unterschiedlichsten Sonderregeln Multikonzerne anlocken. Durch die Steuertricks der Multikonzerne entgehen uns jährlich 1.000 Milliarden Euro. Mit diesem Geld könnten wir beispielsweise den Europäischen Sozialfonds um das 125-fache aufstocken, um Arbeitslosigkeit und Armut zu bekämpfen.

 

Im Panama-Untersuchungsausschuss liegt noch einiges an Arbeit vor uns. In den nächsten 6 Monaten wird es darum gehen, weitere Steuerschlupflöcher ausfindig zu machen. Dann liegt es am Rat unsere Vorschläge auch umzusetzen. Briefkastenfirmen, dubiosen Steuertricks und Intransparenz muss endlich ein Ende gesetzt werden.

 EU-Budget