EU-Parlament fordert besseren Diskriminierungsschutz

 17. März 2017

Frauen sind beim Zugang zu Gütern und Dienstleistungen oft benachteiligt. Angefangen vom rosa Rasierer, der deutlich teurer ist als der neutral gehaltene Männer-Rasierer, bis hin zu Schwangeren, die trotz gültigen Tickets am Flughafen stehengelassen werden. Im EU-Parlament haben wir uns diese Woche für eine bessere Umsetzung des Diskriminierungsschutzes beim Zugang zu Gütern und Dienstleistungen ausgesprochen.

In den Verhandlungen im EU-Parlament war mir besonders wichtig, dass der Diskriminierungsschutz immer besteht, egal wie eine Ware oder Dienstleistung angeboten wird – ob offline oder online. Wichtig ist jetzt, dass die Haftungsfragen der Dienstleister und Online-Plattformen geklärt werden. Es muss sichergestellt werden, wer zum Beispiel haftet, wenn es zu Belästigungen durch einen Mitarbeiter eines Fahrdienstvermittlers kommt.

Leider haben die konservativen Kräfte im EU-Parlament verhindert, dass der Anwendungsbereich des Diskriminierungsschutzes auf weitere Bereiche wie Werbung, Medien und Bildung ausgeweitet wird. Ich werde hier aber nicht locker lassen. Denn gerade Werbung und Medien werden Frauen oft sexistisch dargestellt.

Ich freue mich aber sehr darüber, dass sich das EU-Parlament in der Abstimmung mehrfach dafür ausgesprochen hat und damit den Druck erhöht, dass der Rat endlich die Blockade bei der allgemeinen Anti-Diskriminierungsrichtlinie beenden soll. Im Jahr 2017 ist es endlich an der Zeit, dass jeder Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, sexueller Orientierung, Religion, Beeinträchtigung oder Alter ein Ende gesetzt wird.

Hier könnt ihr meine Wortmeldung dazu nachschauen

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